2 wheels and 1 continent

Immer an der Westküste Afrikas entlang heißt es wieder von Dezember 2010 bis Februar 2011 für Tobias Attenberger.

Hier könnt ihr aktuelle Geschichten aus diesem faszinierenden Teil der Erde lesen, in den Hintergründen dieser Reise stöbern und eindrucksvolle Bilder genießen.

Viel Spaß!

Kontakt: tobias(ät)cruiseafrica.de

Samstag, 11. Dezember 2010

Die Werksatt ihres Vertrauens

Irgendwann ist es dann doch angekommen. Mein Gepäck. Nach nur vier Tagen warten. Ich hatte schon alles vorbereitet. Abdou lebte 8 Jahre in Deutschland und ist seit Januar wieder in Cameroon. Aushilfsweise leitet er eine Werkstatt, welche auch die großen Landcruiser der GTZ repariert und, zu meiner Freude, einen Spezialisten für Motorräder beschäftigt. Gibt es solche Motorräder hier überhaupt? Durchaus. Ich habe schon Bekanntschaft mit dem Harley-Club Yaoundé gemacht (www.mcyaounde.com), aber das ist eine andere Geschichte.

Die Werkstatt ihres Vertrauens

Mein Gepäck war also hier, die so wichtigen Ersatzteile auch. Es war einiges zu tun an meiner Maschine. Da jeder Schaltvorgang dem Geräusch einer alten Kaffeemühle glich, musste die komplette Kupplung ausgetauscht werden. Auch die Gabel wurde während der unzähligen Kilometer Offroad enorm beansprucht. Die Dichtung auf einer Seite leckte und verlor schon seit dem Benin Öl. Die Fahreigenschaften litten sehr darunter und durchaus konnte man Parallelen zur alten BMW GS ziehen. Die Gummikuh.

Joseph und meine ausgebaute Kupplung

Einmal Gabel ausbauen bitte!


Die für mich so große Reparatur konnte also losgehen. Joseph war mein Mann. Wir arbeiteten beide zusammen. Zum einen wollte ich etwas lernen und zum Anderen lasse ich meinen Soemek dann doch nicht gerne allein. Nach 6 Stunden war es geschafft. Eine kurze Testfahrt durch die Stadt und ich kam mit einem breiten Grinsen zurück in die Werkstatt. Da ich alle Teile mitgebracht hatte, musste ich nur noch einen Preis mit Abdou für die Arbeitszeit aushandeln. 15 000 CFA, umgerechnet ca. 25 €, sind durchaus fair. Da sollten sich deutsche Mechaniker mal ein Beispiel daran nehmen. Joseph bekam noch einen Bonus von mir und somit konnte ich auch ein breites Grinsen in sein Gesicht zaubern.


Nun läuft mein Bike also wieder und ich brauche nur noch Visa zu besorgen für Gabun und Kongo Brazzaville. Das wird noch einige Tage dauern. Wie ich mir die Zeit in Yaoundé – der Stadt auf 7 Hügeln – vertreibe, dazu bald mehr.

1 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Hey Tobi,
lässig das die Maschine wieder läuft.
Ich hätt auch grad massig Bock auf Afrika.
Wünsch viel Spass weiterhin.
Schönen Gruß aus dem verschneiten Miesbach, der Berni