2 wheels and 1 continent

Immer an der Westküste Afrikas entlang heißt es wieder von Dezember 2010 bis Februar 2011 für Tobias Attenberger.

Hier könnt ihr aktuelle Geschichten aus diesem faszinierenden Teil der Erde lesen, in den Hintergründen dieser Reise stöbern und eindrucksvolle Bilder genießen.

Viel Spaß!

Kontakt: tobias(ät)cruiseafrica.de

Sonntag, 12. Dezember 2010

Einmal quer durchs Nichts

Nachtrag vom Februar 2010, als ich Cameroon von Norden nach Süden durchquerte. Damals war ich leider nur 4 Wochen in Afrika unterwegs und unter gewissem Zeitdruck. Gestartet bin ich Anfang Februar in Togo und Anfang März bin ich in Yaoundé/Cameroon angekommen. Von hier will ich nun weiter in Richtung Süden.

Gibt es sowohl im Norden, als auch im Süden Cameroons gute Straßen, werden diese beiden Teile nur durch eine Piste verbunden. Eine Gebirgszug trennt die beiden Regionen von einander und die beste Verbindung ist mit dem Zug. Wenn der mal nicht gerade liegen bleibt, kann man die 700km lange Strecke immerhin in 10 Stunden zurücklegen. Wer aber auf sein Fahrzeug angewiesen ist, der muss in der Mitte durch und dass ist leider nicht in 10 Stunden möglich. Zu schlecht ist die Trasse die durch den Urwald führt.

Die Piste durch das Nichts.


Ich bin in Ngaoundéré, der letzten großen Stadt vor dem bewaldeten Nichts. Es regnet. Nicht lange, dafür heftig. Die Piste wird oft gesperrt wenn es zuviel regnet. Ich warte also noch einen Tag bevor ich mich der letzten großen Hürde Richtung Yaoundé stelle. Ich tanke nochmal Kraft, mein Körper wurde in den letzten Tagen genug Anstrengungen ausgesetzt. Früh morgens geht es dann los. Erstmal 250 km bis nach Tibatie. Der Regen hat zum Glück keine starken Spuren in der Fahrbahn hinterlassen und ich erreiche es schon am Nachmittag. Trotzdem bleibe ich in dem kleinen verschlafenen Dorf eine Nacht. Ich verbringe den Abend mit dem Bürgermeister, welcher mich auf ein Bier eingeladen hat. Er spricht perfekt Deutsch, lebte 12 Jahre in Aachen und hat sogar eine Tochter in Deutschland. Jetzt lebt er mit seiner zweiten Familie wieder in Cameroon und ist stolzer Besitzer einer BMW R 100. Ein schönes Motorrad. Ich verspreche ihm einige Ersatzteile in Deutschland zu suchen. Seine Tochter wird sie dann demnächst mitbringen. Wie die Straße weiter verläuft, frage ich. „Wenn du gut bist, kannst du es in einem Tag schaffen.“ Das hört sich doch ganz passabel an. Er weiß schließlich wovon er spricht. Er fährt die Strecke auch alle paar Monate mit seinem Bike.


Also stehe ich wieder im Morgengrauen auf, frühstücke zur Abwechslung ein Omelett und fahre los. Ich bin zügig am Weg und habe Spaß am fahren. In kleinen Dörfern mache ich kurze Pausen, informiere mich über die nächsten Kilometer und fülle meine Wasservorräte auf. Trinken ist hier in dieser Hitze sehr wichtig und wenn man denn ganzen Tag Offroad fährt, gehen locker fünf Liter Wasser rein. Es hat um die 40 Grad.

Mitten im Urwald


Die Menschen die hier leben, ernähren sich hauptsächlich aus dem Wald. Es sind Pygmäen. Doch nicht alle sind wie erwartet klein. Über die Jahre haben sich die Völker hier vermischt und so kann man nicht mehr eindeutig vom Volk der Pygmäen reden. Es sind freundliche Leute, ein bisschen scheu und wenn man erzählt was man hier gerade macht, taucht Unverständnis in ihren Gesichtern auf. Das ist nicht neu. Keiner kann verstehen wie man so lange reisen kann, ohne zu arbeiten. Wo man dann wohnt, was man isst? „Ich esse das gleiche wie ihr, Maniok, Fufu, Fisch und trinke eure milchig, säuerliches Getränk.“ (Ich hab immer noch nicht herausgefunden, was es ist oder wie es heißt.) Dann müssen alle lachen. Ob es mir denn schmeckt? „Es schmeckt gut“, gebe ich als Antwort und füge in Gedanken hinzu: „Man kann davon überleben.“


Weiter folge ich dem Feldweg in Richtung Süden. 450 km will ich an einem Tag schaffen, denn ich habe nicht mehr viel Zeit. Mein Rückflug kommt immer näher. Ich habe mittlerweile genug Offroad Erfahrung gesammelt und kann ziemlich zügig unterwegs sein, wenn es denn sein muss. Meistens im Stehen fahrend, schaffe ich an diesem Tag einen Schnitt von ca. 40 km/h. Trotzdem muss ich vor Kurven vorsichtig sein. Denn ich bin nicht der einzige auf dieser Piste. Große Tanklastzüge kriechen ebenfalls durch das Nichts und brauchen die gesamte Breite der Straße. Trifft man auf solche muss man mit dem Bike ins Gebüsch. Ist man hinter so einem, drückt man solange die Hupe, bis man bemerkt wird und irgendwie kommt man dann vorbei. Wird man erst spät bemerkt, frisst man Sand. Roten Sand.

Hinter Lastwagen frisst man roten Sand.


Langsam wird es dunkel und laut Kilometerzähler sind es noch 50 km bis zum nächsten Dorf. Nicht nur meine Kräfte, sonder auch der Sprit neigen sich dem Ende zu. Um mich herum nichts als Urwald. Die Zeit drängt. Ich will nicht im Dunkeln fahren und so versuche ich alles auf Soemek herauszuhohlen. Doch es reicht nicht. Die letzten 30 km muss ich in völliger Dunkelheit zurücklegen. Es dauert eine gefühlte Ewigkeit und über 20 km/h komme ich nicht mehr hinaus. Im Scheinwerferlicht tauchen Flughunde so groß wie Möwen auf, die in einem schnell Haken gerade noch ausweichen können. Ich will noch einmal halten, einen Schluck trinken, eine Zigarette rauchen. Als ich den Motor ausstelle und den Helm abnehme wird mir ganz anders. Um mich herum ist eine unvorstellbare Geräuschkulisse. Es dringen wilde Klänge aus dem Wald an mein Ohr und eine Scharr Mücken macht sich sofort über mich her. Sofort schmeiß ich den Motor wieder an und fahre weiter. Mitten im Urwald, mitten in der Dunkelheit, mitten im Nichts. Endlich tauchen erste Hütten am Wegrand auf. Ich halte an einem Lagerfeuer und erfahre, dass ich es bald geschafft habe. Dann eine Straßenlampe, Häuser und zu meiner große Freude eine Tankstelle. Mit dem letzten Tropfen im Tank fahre ich an die Zapfsäule. 17 Liter fülle ich auf. 17 Liter Tankvolumen habe ich. Dann finde ich eine einfache Unterkunft und stopfe mich mit gegrilltem Fisch voll. Ich habe es geschafft. Trinke noch mit ein paar Leuten ein kühles Bier und erzähle ihnen von meinem heutige Tag. Wie ich vom Urwald verschluckt und wieder ausgespuckt wurde. Sie grinsen nur und finden das natürlich ganz normal.

Samstag, 11. Dezember 2010

Die Werksatt ihres Vertrauens

Irgendwann ist es dann doch angekommen. Mein Gepäck. Nach nur vier Tagen warten. Ich hatte schon alles vorbereitet. Abdou lebte 8 Jahre in Deutschland und ist seit Januar wieder in Cameroon. Aushilfsweise leitet er eine Werkstatt, welche auch die großen Landcruiser der GTZ repariert und, zu meiner Freude, einen Spezialisten für Motorräder beschäftigt. Gibt es solche Motorräder hier überhaupt? Durchaus. Ich habe schon Bekanntschaft mit dem Harley-Club Yaoundé gemacht (www.mcyaounde.com), aber das ist eine andere Geschichte.

Die Werkstatt ihres Vertrauens

Mein Gepäck war also hier, die so wichtigen Ersatzteile auch. Es war einiges zu tun an meiner Maschine. Da jeder Schaltvorgang dem Geräusch einer alten Kaffeemühle glich, musste die komplette Kupplung ausgetauscht werden. Auch die Gabel wurde während der unzähligen Kilometer Offroad enorm beansprucht. Die Dichtung auf einer Seite leckte und verlor schon seit dem Benin Öl. Die Fahreigenschaften litten sehr darunter und durchaus konnte man Parallelen zur alten BMW GS ziehen. Die Gummikuh.

Joseph und meine ausgebaute Kupplung

Einmal Gabel ausbauen bitte!


Die für mich so große Reparatur konnte also losgehen. Joseph war mein Mann. Wir arbeiteten beide zusammen. Zum einen wollte ich etwas lernen und zum Anderen lasse ich meinen Soemek dann doch nicht gerne allein. Nach 6 Stunden war es geschafft. Eine kurze Testfahrt durch die Stadt und ich kam mit einem breiten Grinsen zurück in die Werkstatt. Da ich alle Teile mitgebracht hatte, musste ich nur noch einen Preis mit Abdou für die Arbeitszeit aushandeln. 15 000 CFA, umgerechnet ca. 25 €, sind durchaus fair. Da sollten sich deutsche Mechaniker mal ein Beispiel daran nehmen. Joseph bekam noch einen Bonus von mir und somit konnte ich auch ein breites Grinsen in sein Gesicht zaubern.


Nun läuft mein Bike also wieder und ich brauche nur noch Visa zu besorgen für Gabun und Kongo Brazzaville. Das wird noch einige Tage dauern. Wie ich mir die Zeit in Yaoundé – der Stadt auf 7 Hügeln – vertreibe, dazu bald mehr.

Dienstag, 7. Dezember 2010

Warten in Yaoundé

Am Freitag gut hier angekommen
mit Schnee und Eis auf Landebahnen
hat man mir mein Glück genommen.

Mein Gepäck, dass auf der Strecke blieb
mit Ersatzteilen und Nummernschild
die ganze Aktion in Gefahr auf einen Hieb.

So warte ich in dieser Stadt
vertreibe mir die Zeit mit Sinnlosem
und trinke Bier bei 30 Grad.

So sinnlos, dass ein Gedicht ich schrieb
mit schlechtem Reim und wenig Elan
Langeweile die mich dazu trieb.

Donnerstag, 2. Dezember 2010

Cruiseafrica N°3

Es ist wieder soweit. Erster Stop Yaounde/Cameroon. Moped herrichten. Visa organisieren. Weiterer Plan: Richtung Namibia. Strecke noch unklar. Weitere Berichte folgen.

Sonntag, 7. März 2010

Jos – Cleavage N° 1


Plateau State - Nigeria

„Only the living celebrate“ steht am Ortseingang von Jos, eine Stadt im Plateau State, Nigeria. Wer die Internationalen Nachrichten verfolgt, weiß schnell was damit gemeint ist. Wiederholte Male hat es hier Ausschreitungen zwischen Moslems und Christen gegeben. Von regelrechten Massaker mit mehreren hundert Toten wurde in der Presse berichtet. Jos liegt genau auf der Grenze zwischen den Muslimen im armen Norden des Landes und Christen im reichen Süden. Doch ist hier wirklich die Religion Auslöser der Konflikte?

Sicherlich sind religiöse Cleavages (Konfliktlinien) oftmals ein Grund für Spannung und so auch in Nigeria. Es wird viel über die andere Religion geschimpft. Es wird wild diskutiert wer denn nun Schuld trägt an den Auseinandersetzungen. Meistens sitzt man dabei in einer geselligen Runde beisammen und trinkt Bier. Muslime und Christen wohlgemerkt. Alah aus Lagos meint: „Diese Christen sind zu arrogant und nehmen sich einfach was sie wollen.“ „Ach komm,“ erwidert Paul aus Abuja. „Dafür schlagen die Muslime immer gleich zu, anstatt zu reden.“ Einig sind sich beide, dass Besitz und Wohlstand Grundlage für den Konflikt bilden. Und tatsächlich betreffen die Übergriffe nur die untere Schicht. Weiße und Wohlhabende sind davon überhaupt nicht betroffen. Geht es also um Geld und Besitztümer?

„419“ ist die Straftatbezeichnung für Grundstücksbetrug. Ein jeder kennt diese Zahl. Es ist hier weit verbreitet. Wenn jemand verreißt, kommt rigendwer und verkauft das Haus. Der neue Bewohner glaubt rechtsmäßig ein Grundstück mit Gebäude erworben zu haben. Nun kommt der Verreiste zurück und stellt fest, dass jemand anderer in seinem Haus wohnt. Da auf den Rechtsstaat kein Verlass ist, muss das Problem anderweitig behoben werden. Diese Straftat ist hier in Nigeria so häufig wie bei uns Falschparken. So war es wohl auch in Jos. Ein Moslem ist verreist und ein Christ hat das Haus gekauft. Sagt man. Gelöst wurde das Problem mit Waffen. Und natürlich wurde die Religion dem übergestülpt, doch der Grund und Auslöser ist der nicht existierende Rechtsstaat. Sagt man.


Kurz vor "Coffee Time" im Zentrum von Jos

Seit dem letzten Massaker herrscht Ausgangssperre in Jos. Von 6 Uhr abends bis 6 Uhr am Morgen. Ich erreiche eine Unterkunft um viertel vor sechs, laufe noch schnell raus um Zigaretten und Wasser zu besorgen. Die Straßen sind absolut leer. Es wirkt gespenstisch. An einer kleinen Boutique sitzt ein Soldat. Er grinst mich an: „Hurry up my friend. It`s close to Coffee Time.“

Sonntag, 21. Februar 2010

Nigera ist...

Nigeria ist...


...absolut crazy. Der nigerianische Verkehr ist der Wahnsinn schlechthin. Es wird überhohlt wie und wo nur gerade geht. Trotz Schlaglochpisten wird weit über 100 km/h gefahren. Oftmals wälzen sich zwei schwere Tankzüge nebeneinander über die breiten Straßen, während sie von mehreren Autos gleichzeitig links und rechts überholt werden. Was macht nun der Gegenverkehr? Genau das Gleiche. Man hält solange aufeinander zu, bis irgendwer nachgibt. Das gute alte Angsthasenspiel. Wer bremst verliert.


...total überbevölkert. Der bevölkerungsreichste Staat Afrikas scheint niemals still zu stehen. Überall und zu jeder Tageszeit sind Menschen unterwegs. Ob nun entlang der Straßen, mit Feuerholz auf dem Kopf oder in einer der unzähligen Städte. Es kommt einem vor wie ein Ameisenhaufen. Es wurschtelt und krabbelt überall.


...super lustig. Die Nigerianer sind immer für einen Spaß zu haben. Es wird viel gelacht. Man trinkt gerne Bier und zieht sich gegenseitig auf. Es macht Spaß mit den Leuten hier. Selbst die Grenzbeamten waren lustig und nett.


...voller Roadblocks. Hat es geheißen. Man wird alle paar Kilometer aufgehalten und muss bestechen. Das kann ich bis jetzt überhaupt nicht bestätigen. Kein einziges mal auf den bisher 800 Km durch dieses landschaftlich schöne Land, bin ich angehalten worden. Ganz im Gegenteil, die Polizisten winken, strecken die Daumen hoch und geben mir freie Fahrt.


...Ereignisreich. Ich habe mich für einen kleinen Grenzübergang im Norden entschieden. Kleine Grenzen sind immer angenehmer. So war es auch. Innerhalb einer halben Stunde hatte ich die Formalitäten erledigt. Leider bedeutet kleiner Grenzübergang auch kleine Straßen. 90 Km der übelsten Piste lagen vor mir. Viel roter Schotter und die ein oder andere Tiefsand Passage. Es wurde spät und die Konzentration lies nach. Ich stürzte bei ca. 30 km/h im Sand. Das erste mal seit Marokko bin ich gestürzt ( man erinnert sich an Schwimmversuche mit meinem Soemek). Sofort tauchten zwei kleine Jungen auf und halfen mir mein Motorrad wieder aufzurichten. Entschuldigend sagte einer: „I`m so sorry Mister for our bad roads.“


...bis jetzt viel besser als der Ruf es erwarten lässt. Wie so oft sind die Länder vor denen so abgeraten und gewarnt wird, mit die schönsten und lustigsten. Das war mit Guinea Bissau und Guinea Conakry so und ebenfalls mit Nigeria. Den schlechten Ruf hat es nicht verdient, auch wenn selbstverständliche erhöhte Wachsamkeit geboten ist.



Dienstag, 16. Februar 2010

Nigeria Visum

Es hat funktioniert. Kaum zu glauben. Ich habe in Cotonou, der Hauptstadt vom Benin, ein Visum für Nigeria erhalten. Der Beamte war etwas besorgt um meine Sicherheit. Kein Wunder bei 300 Entführungen in den letzten 3 Jahren. Das Niger Delta im Süden ist eine gefährliche Ecke, sonst habe ich nur gutes über das Land gehört. Ich bin zuversichtlich. Die Probleme betreffen v.a. Mitarbeiter der Ölfirmen, nicht aber Touristen die weiter im Norden reisen. Trotzdem: Drückt mir die Daumen. Ich bin schon sehr gespannt.

Samstag, 13. Februar 2010

Viruserkrankung



Die BMW springt sofort an. Ich jubel. Sie läuft nur 5 min. Also abschleppen. Wir hängen sie an eine KTM und schleppen sie 10 km in die Hauptstadt. Stop & Go am Seil ist scheiße. Ein Dakar Mechaniker nimmt sich ihr an. Es gibt einen Grand Service. Also Zeit für Visa. Nigeria Visa klappt nicht in Togo. Nicht für Deutsche. Will nach Ghana fahren um mir dort ein Nigeria Visum zu hohlen. Ich bin zu spät an der Botschaft von Ghana. Noch einen Tag warten. Ich spreche Französisch mit Grenzbeamten, Musikanten, Gärtnern und Franzosen. Spreche Französisch am Telefon und durch eine Gegensprechanlage mit Lärm im Hintergrund. Es funktioniert. Vielleicht gibt es in Benin ein Visum für Nigeria. Ich rufe an und es hört sich gut an. Irgendwas muss man glauben. Ich esse Weiße Bohnen Suppe und Wiener Schnitzel bei einem Metzger aus Rosenheim. Es ist heiß. Wieder zurück in meiner Unterkunft, höre ich mir alte Reisegeschichten der deutschen Gemeinde an. Ich spiele mit einem Pavian. Trinke Bier. Nachts ist es noch heißer. Ich leihe mir die KTM und jage rechts am Verkehr im Sand vorbei. KTM ist der Hammer. Adrenalin kickt. Sonst ist alles langsam. Mehr als zwei Sachen schafft man nicht zu organisieren am Tag. Nicht in Afrika. Es ist heiß. Ich esse viel. Habe ständig Hunger und Durst. Ich bin gut drauf, obwohl nichts funktioniert. Die BMW läuft wieder. Nur die Kupplung macht Sorgen. Egal. Bis Kamerun wird es schon noch klappen. Die Regenzeit kommt näher. Dadurch ist es noch heißer. Noch schwerer zu denken. Das Konzept fällt weg. Die Struktur zerfließt. Die Zeit wird unwichtig, egal ob man wieder rechtzeitig zum Semester Beginn heim kommen sollte. Es verschwindet alles sehr schnell. Ich fühle wieder. Fühle anders. Intensiver. Es fühlt sich gut an.

Montag, 8. Februar 2010

Abflug


Es geht wieder los. Endlich. Dienstag den 9. Februar werde ich in Togo landen. Endstation soll diesmal Kamerun sein. Mal sehen ob ich soweit komme. Drückt mir die Daumen und vergesst die Kommentare nicht.